Mein großer Canon EOS 100d Test

Warum meine Entscheidung auf die Canon EOS 100d gefallen ist

Meine letzte Digitalkamera war eine Canon Ixus Powershot – gekauft im Jahre 2007. Die Kamera war damals ausreichend für einfache Familienfotos und die wichtigsten Sightseeing Trips in meinem Auslandssemester in Hong Kong. Verglichen mit der heutigen Technik eine Katastrophe, aber im Elektronik – und speziell Kamera Bereich ist die Entwicklung in den letzten Jahren enorm fortgeschritten. Diese Entwicklung wird auch weiter so verlaufen, d.h. das Einsteigergerät in der Welt der digitalen Spiegelreflexkameras, die jetzt brandaktuelle Canon 100D wird bald von neuen, teuren Modellen abgelöst werden. Der Vorteil: Die Preise sinken ebenso schnell, wie neue Geräte auf den Markt kommen.

Nach der Canon Ixus wechselte ich auf die Kamera meines Smartphones – dem HTC One. Auf den ersten Blick sehen die Fotos der aktuellen Smartphones sehr gut aus. Der Schein trügt aber – meist sind die Fotos nur am kleinen Display oder für Facebook Postings brauchbar. Möchte man die Fotos etwas größer drucken lassen, zum Beispiel als schönes gerahmtes Bild oder als Fotoleinwand, erkennt man schnell die Einbußen in der Qualität. Besonders bei schwierigeren Lichtverhältnissen ist das Ergebnisse wirklich bescheiden. Das habe ich allerdings erst gemerkt, nachdem unser Sohn auf die Welt kam und ich die Schwangerschaft und Geburt hauptsächlich mit dem Smartphone dokumentiert habe – Schade. Es musste sofort eine neue Kamera her um das Leben unseres kleinen Sohnemanns ordentlich zu dokumentieren. Die Recherche begann.

Ich werde euch hier das Modell Canon EOS 100D vorstellen und erklären warum ich mich für diese digitale Spiegelreflexkamera entschieden habe und nicht für eine Systemkamera. Zusätzlich werde ich einige andere Modelle ansprechen, die ebenfalls in die engere Auswahl gekommen sind. Gleich vorweg, ich bin kein Profifotograf und genauso wird dieser Kamera Vergleich geschrieben sein – aus der Sicht eines Leien, der sich eine Kamera zum besten möglichen Preis Leistungsverhältnis kaufen möchte.

Die Entscheidungskriterien

Auf der Suche nach einer geeigneten Kamera gab es für mich folgende wichtige Entscheidungskriterien:

  • Die Kamera sollte nicht zu groß sein, da ich sie gerade bei Ausflügen auch dabei haben möchte. Da kann ich mit einem riesen klobigen Gerät nichts anfangen.
  • Der Preis sollte irgendwo zwischen 200 und 500 Euro liegen
  • Die Bilder sollten auch speziell ohne Blitz und ohne perfekte Beleuchtung so gut sein, dass man sie ohne Probleme auf Leinwandgröße drucken lassen kann. Das war uns besonders wichtig, weil wir das Leben unseres Sohnemanns mit der Kamera dokumentieren wollten – und Blitze mögen Babys nicht so gern :).
  • Aus dem oben genannten Grund, war es auch wichtig, dass die Kamera HD Videos mit Ton machen kann. Dazu hat die Kamera auch eine automatische Zoom Funktion bei Videos.
  • Zusätzlich sollte die Kamera auch bei besserer Beleuchtung für Produktfotos geeignet sein um gute Fotos von Produkten machen zu können, die ich für diesen Blog bei allen weiteren Tests und Vergleichen benötigen werde. Die Kamera sollte also sowohl für den privaten Gebrauch und unterwegs, als auch als kleines Fotostudio geeignet sein.
  • Einfache Handhabung war mir besonders wichtig. Deshalb tendierte ich ursprünglich eigentlich nicht zu einer digitalen Spiegelreflexkamera, sondern zu einer Kompaktkamera oder Systemkamera. Den Unterschied erläutere ich später. Mir war nicht bewusst, dass die digitalen Spiegelreflexkameras schon so einfach in der Bedienung sind – weshalb ich mich erst sehr spät für diese Variante entschieden habe. Der Vorteil: Mit den automatischen Einstellungen gelingen bereits exzellente Bilder. Wer allerdings etwas tiefer in den Einstellungen wühlen möchte, kann hier erste Schritte in Richtung Profi – Fotograf machen.
  • Da das Budget für die Kamera nicht allzu hoch war, war es auch wichtig, dass man sie optional aufrüsten kann. Wer weiß, vielleicht kaufe ich mir irgendwann ein oder mehrere weitere Objektive für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten dazu. Das ist bei einer einfachen Kompaktkamera nicht möglich, weshalb die Auswahl dann tendenziell eher auf eine Systemkamera bzw. digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) fokussiert wurde.
  • Nicht extrem wichtig, aber nice to have: Einen großen Screen, in diesem Fall sogar Touchscreen, auf dem man sowohl das aktuell gefilmte Video, als auch Fotos während dem Fotografieren direkt sehen kann. Ist wohl schon Standard bei so gut wie allen Kameras, wollte es aber nicht unerwähnt lassen.

Der Vergleich: Kompaktkamera – Systemkamera – DSLR

Die Kompaktkamera ist die einfachste und preisgünstigste Variante. Meine oben genannte Canon IXUS Powershot aus dem Jahre 2007 war so eine Kompaktkamera. Grundsätzlich sind Kompaktkameras für kleinere Ausflüge und Schnappschüsse völlig ausreichend und sehr praktisch: Teilweise sind sie schon so klein, dass sie locker in jede noch so kleine Hosentasche passen. Es gibt allerdings schon sehr moderne und extrem gute Kompaktkameras die einer günstigen Spiegelreflexkamera oder Systemkamera kaum noch nachstehen. Bei der Suche nach meiner künftigen Kamera bin ich dabei z.B. auf die Sony DSC RX 100 gestoßen (http://www.amazon.de/Sony-DSC-RX100-Cyber-shot-Digitalkamera-lichtstarkes/dp/B0089BUVG0). Sie wurde mir ursprünglich von einem guten Freund empfohlen, der dieses Modell zuerst für sich selbst gekauft hat und danach vor lauter Begeisterung ein Modell für die örtliche freiwillige Feuerwehr organisiert hat. Diese sind auch bis heute noch völlig mit der Kamera zufrieden. Auch die Testberichte auf Amazon und anderen Plattformen bestätigen das – die Sony DSC RX 100 und deren Folgemodelle RX 100 II und RX 100 III gehören wohl zu den derzeit besten Kompaktkameras am Markt.

Die Systemkamera ist eine Art Mischung aus der Kompaktkamera und der digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR). Das Gehäuse ist eher kompakt, das Objekt jedoch sehr mächtig und austauschbar wie bei einer DSLR. Hier wurde mir ein Modell von Olympus von einem guten Freund empfohlen: Die Olympus PEN E-PL5. http://www.amazon.de/Olympus-E-PL5-Systemkamera-Touchscreen-bildstabilisiert/dp/B009C73A1I/ref=sr_1_1 Preislich genau dort, wo ich hinwollte, bietet diese Kamera unglaubliche Bildqualität für einen nicht zu hohen Preis. Zu Olympus hatte ich auch immer schon einen guten Bezug, da ich sogar noch aus Kindheitstagen weiß, wie begeistert meine Mutter von dieser Marke in Sachen Fotoapperate ist. Meine Eltern verwenden bis heute Olympus Kameras – aktuell eine Kompaktkamera für ihre Reisen. Die Systemkamera ist also eine echte Alternative zwischen etwas leistungsschwächeren und kleineren Kompaktkameras und den größeren und auch teureren Spiegelreflex Kameras. Um ehrlich zu sein: ich hätte mir die Olympus PEN 5-PL5 auch schon um ein Haar gekauft. Habe mich lange darüber informiert und stand schon kurz vor Ladenschluss in einer Hartlauer Filiale in Salzburg bereit den großen Kauf zu tätigen. Leider war das Modell nicht mehr verfügbar – der Käufer hat mich dann aber doch zum Kauf überzeugt… allerdings weder Olympus, noch Systemkamera… es wurde:

Die digitale Spiegelreflexkamera: Diese Art von Kamera ist größer als Kompaktkameras oder Systemkamera und auch ein wenig schwerer. Ich war allerdings überrascht wie kompakt und leicht dieses Modell dennoch im Vergleich zu anderen Spiegelreflexkameras, welche ich bereits in den Händen halten konnte, war. Einer der größten Unterschiede zu den beiden anderen Typen ist wohl die Möglichkeit, beim Fotografieren direkt durch das Objektiv zu sehen. Das ist bei Kompakt- und System-Kameras nicht möglich. Technisch gibt es wohl auch einige Unterschiede, die mir als Anfänger oder Leien eher unwichtig sind. Ein Vorteil ist jedoch auch definitiv, dass eine DSLR aufgrund der Bauart besser in der Hand liegt als kleinere Kameras. Schlussendlich habe ich mich also vorrangig aus folgenden Gründen für eine digitale Spiegelreflexkamera und gegen die anderen Typen entschieden:

  • Nicht so teuer wie erwartet
  • Gut aufrüstbar
  • Nicht zu groß und nicht zu klein

Bei allen anderen Kriterien machte es kaum einen Unterschied, für welche Variante man sich entscheidet.

Der Test: Canon EOS 100D

Die Canon 100D war zum Zeitpunkt des Kaufs wohl eine der kleinsten, wenn nicht sogar die kleinste verfügbare digitale Spiegelreflexkamera am Markt. Preislich war das Modell ein Jahr zuvor noch etwa bei 800€. Aktuell war es für etwa 500€ angeschrieben und ich hatte Glück: Genau an diesem Tag gab es -15% auf alle Canon Geräte und zusätzlich 50€ Cashback bei der Registrierung bei Canon. D.h. statt ursprünglichem Preis von 800€ bezahlte ich nach Erhalt des Cashbacks nur etwa 375€. Die Kamera ist aus meiner Sicht der perfekte Einstieg in die Fotografie mit DSLRs: Nicht zu teuer, handlich, viele Einstellungsmöglichkeiten, aber auch super Automatikprogramme. Wenn es also schnell gehen soll, schnappt man sich ganz einfach eines der verfügbaren Programme und wenn man experimentieren möchte, gibt es manuell viel zu entdecken.

Die Handhabung ist wirklich so einfach, wie angesprochen. Nach dem Kauf habe ich den Akku geladen, eingelegt, eingeschaltet, auf Automatikprogramm geschalten und sofort losgelegt. Kein Aufwand, keine nervenden Voreinstellung – einfach anschalten und fotografieren. Sehr oft fotografieren wir auch heute, beinahe 4 Monate nach dem Kauf noch mit dem Standard – Automatik – Programm. Bei den Babyfotos drehen wir den Blitz ab, ansonsten ist der Blitz auf Automatikmodus. Die Fotos können dann einfach über die SD Karte oder den USB Anschluss am PC oder Laptop angesehen werden.

Fotos sprechen mehr als 1000 Worter – Testfotos

Hier einige Fotos die ich für diesen Test mit der Canon EOS 100D gemacht habe:

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Die wichtigsten Funktionen und Daten der Canon EOS 100D auf einen Blick

Funktionen

  • Kompakte DSLR / Digitale Spiegelreflex Kamera
  • 18-Megapixel-Fotos und Full-HD-Videos
  • Schnelle Bedienung mit optischem Sucher und einfacher Steuerung
  • Intuitiv bedienbarer
  • großer Touchscreen
  • Automatische Motiverkennung für schnelle Aufnahmen
  • Fantastische Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen
  • High-Speed-Aufnahme
  • Kontinuierlicher Autofokus bei Videoaufnahmem
  • Großer, heller Touchscreen für optimale Anzeigequalität
  • Atemberaubende 1080p- FULL HD Videos
  • Kameraintegrierte Anleitung als Unterstützung
  • Kreative Effekte auf Ihre Bilder anwenden
  • Sorgt für korrekt belichtete Bilder unabhängig von den Lichtverhältnissen

Daten:

  • Typ: Spiegelreflex / SLR
  • Megapixel (effektiv): 18.0
  • Sensor: CMOS (22.3×14.9mm)
  • Auflösungen: max. 5184×2912(16:9)
  • Display: 3.0″ LCD Touchscreen
  • Blitz: integriert und Blitzschuh
  • HD Videofunktion: MOV H.264 max. 1920×1080(16:9) mit Ton
  • Lichtempfindlichkeit (ISO): 100-25600
  • Serienaufnahme: max. 4 Bilder/Sek.
  • Wechselspeicher: SD/SDHC/SDXC
  • Anschlüsse: USB 2.0, HDMI (Out), Video (Out), Mikrofon (In), WLAN (optional über Eye-Fi)
  • Stromversorgung: Li-Ionen-Akku (LP-E12)
  • Abmessungen (BxHxT): 117x91x69mm
  • Gewicht: 407g
  • Herstellergarantie: ein Jahr
  • Objektiv EF-S 18-55mm 3.5-5.6 IS STM

Genug geschrieben, es gibt keinen besseren Test für eine Kamera als die gemachten Fotos:

Quellen und weitere Informationen: